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Perlenzucht


Regelmäßige Besuche in ausgewählten Perlenzuchtgebieten in aller Welt sichern die Topqualität für unsere Kundinnen und Kunden. Alljährlich sind wir mehrmals unterwegs, um direkt vor Ort die schönsten Perlen für Sie auszusuchen.
perlenzucht muschel
Geboren vom Meer und großgezogen durch die Sonne, ist eine Perle sicher ein Wunder der Natur. In diesem Teil werden Sie den Unterschied zwischen gezüchteten und natürlichen Perlen kennenlernen und herausfinden, wie die Perlenzucht vor sich geht.

Perlen wachsen im Inneren von Muscheln, entweder in Perlenaustern, Süß- oder Salzwassermuscheln oder in einigen Arten der Venusmuschel und der Abalone.

Natürliche und gezüchtete Perlen entstehen in beinahe gleicher Art.

Natürliche Perlen

Eine natürliche Perle wird geboren, wenn ein fremdes Objekt wie ein Sandkorn, ein winziger Fisch, eine Krabbe oder ein unerwünschter Parasit in die Schale der Auster hineinschlüpft. Die Muschel stößt entweder den Eindringling aus oder schützt sich selbst, indem sie den Reizerzeuger nach und nach mit Schichten von Perlmutt - der Substanz aus dem ihre Schale besteht- umhüllt. Perlmutt besteht überwiegend aus Kalkkristallen, die mit einem kleberähnlichen Protein, genannt Conchiolin, zusammengehalten werden. Nach mehreren Jahren kann sich vielleicht eine Perle um das fremde Objekt geformt haben.
muschel öffnen
Gezüchtete und natürliche Perlen sind in vielen Bereichen identisch. Im Gegensatz zu den Imitationen (Kunstperlen) werden beide in lebenden Austern geboren und wachsen in diesen auf, beide werden als echt angesehen und beide sind hochwertige Schmuckstücke. Der einzige wirkliche Unterschied liegt darin, dass natürliche Perlen durch einen Unfall der Natur, gezüchtete Perlen durch die Zusammenarbeit des Menschen mit der Natur entstehen.

Die überwiegende Mehrzahl der heute erhältlichen Perlen sind gezüchtet. Die Wahrscheinlichkeit der Entstehung einer wohlgeformten, gezüchteten Perle liegt bei 1:100, die Chance eine natürliche Perle zu finden bei 1:15.000.
perlenzucht taucher
taucher mit muscheln

Gezüchtete Perlen

Die gezüchtete Perle ist die Frucht einer einzigartigen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Natur. Sie durchläuft denselben Prozess des Aufbaues von Perlmutt, beginnt ihn aber durch die Mithilfe des Menschen.

Implantieren von Perlen

Das Implantieren ("Impfen") von Perlen bedeutet wie in der Chirurgie Kunst als auch Wissenschaft zugleich. Es umfasst höchste Genauigkeit, gute Werkzeuge und den richtigen Zugang.

Gut geschulte Techniker führen diese komplizierte Operation aus, die aus dem vorsichtigen Öffnen einer erwachsenen Auster und dem Einsetzen des Nukleus mit dem Mantelgewebe in die Gonaden besteht. Der Nukleus ist ein perfekt rundes Kügelchen, das aus der Schale einer Flussmuschel gewonnen wird; das Mantelgewebe ist ein kleines Stück Gewebe von einer anderen Muschel. Dieses Mantelgewebe, das die für die Perlmutterzeugung notwendigen Epithelzellen beinhaltet, formt einen Sack rund um den implantierten Nukleus. Sobald der Sack geschlossen ist, beginnen die Zellen die Perlmuttsubstanz auszuscheiden.

Obwohl die Züchter die Austern besonders auf die Impfung vorbereiten, ist das Risiko des Fehlschlages noch immer hoch. 10 % überleben diese Prozedur nicht, weitere 10 % sterben im zweiten Jahr und ganze 30 % scheiden den Nukleus wieder aus.

Nachdem die Auster der Impfprozedur unterzogen wurde, wird sie vorsichtig für die Dauer von 2 Jahren ins Wasser zurückgebracht. Wenn die Natur dazu bereit ist, wird die Auster den Nukleus mit ungefähr 1000 Lagen Perlmutt überziehen, jede nur ein paar Micron dick, die eventuell eine runde, makellose, gezüchtete Perle erzeugen. Die Farbe und Dichte des Perlmutts variiert von Juwel zu Juwel.

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